Kota Kinabalu Nächster Tag Nächster Tag
von mulu ging es weiter mit einer kleinen focker in knapp 50 minuten nach kota kinabalu in der provinz sabah. dieses mal war es selbst im flieger schweine kalt und so hatte ich den kaffee bereits bei der ankunft auf. wieder durchgefroheren sterkte ich mich am flughafengelände erst mal mit einem "gescheiten" essen bevor ich mich ins taxi in die city setzte.

kota kinabalu: eine asiatische stadt mit so wenig ausstrahlung habe ich selten gesehen. der taxifahrer erzählte das kk ( kota kilabalu) im zweiten weltkrieg fast völlig zerstört worden ist, wo bei mir dann die frage hoch kam warum die die stadt dann so lieblos wieder aufgebaut haben.
es sind einfach nur 3-4 kerzen gerade strassen die parallel zueinander laufen und wieder von kleineren strassen die alle ebenfalls parallel zu der anderen sind, geschnitten werden. so erhält man wunderbar hässliche strassenblocks.
bautechnisch gesehen erinnert es alles an die siebzieger jahre. fehlt nur noch der platten bau. auch wenn überall gebaut und erneuert wird, die stadt hat nichts schönes. ( meine meinung )
eines muss ich aber zur verteidigung von kk sagen, die leute sind alle dermassen freundlich das man es langsam mit der angst bekommt. (nein quatsch, die sind super lieb und nett.)

ein hotel war nach einigen telefonaten und sich entsetzt fragend ob das auch wirklich der preis ist den die haben wollen, schnell gefunden denn hotels gibt es wie sand am meer in kk.

nach ein wenig erholen weil ich will ja morgen den mount kilabalu besteigen möchte ging es noch wie meistens bei mir zu einem inder um die ecke zum essen.
auf dem weg dorthin kam ich an einem schnuckeligen hotel vorbei welches ich mir doch gerne mal von innen anschauen wollte. erst recht die zimmer denn wenn es der gleiche preis ist 70 rm und die zimmer besser sind, dann ziehe ich um.
es sah nicht nur von aussen gut aus auch die zimmer sind sehr sauber. der manager der im übrigen super freundlich und hilfsbereit ist erzählte mir das das hotel erst vor 3 monaten eröffnet wurde. klar das es dann noch nicht in dem reiseführer drinn steht. ( ich erwarte aber vom loose das es drin ist und wenn nicht dann weiss ich was ihr hir gemacht habt bei der überarbeitung eures reiseführers, nämlich nur die alten hotels abgearbeitet und neu kategorisiert.)
der manager war super hilfsbereit und wie ich ihm erzählte das ich morgen auf den berg hoch will und er fragte ob ich denn schon einen schlafplatz in einer berghütte habe, rief er umgehend für mich bei der parkverwaltung an um mir kurz drauf mitzuteilen das alle berghütten ausgebucht sein und meine besteigung verschoben werden müsste. na super so ein mist aber auch. irgendwie hätte ich es mir aber auch denken können denn im flieger waren nur toris und die kommen alle nur wegen dem berg. jeder will da hoch.
ein bischen enttäuscht aber auch direkt wieder bei den gedanken das es super voll wird auf dem gipfel und man sich eventuell prügeln muss um einen guten platz zu haben damit man den sonnenaufgang gut sieht, war ich nicht mehr all zu traurig. es war mir schon im mulu park zu voll und tori haft. die wege zu den caves sind so gut ausgebaut, da kam mir sogar jemand mit kinderwagen entgegen. das brauche ich nicht unbedingt.
so werde ich mir einfach nur mal den kinabalu national park ein wenig anschauen und dann am sonntag oder so zurück nach kuala lumpur fliegen.
nach den frühstück packte ich meine sachen und verliess mein tags vorher gebuchtes hotel. war ganz ok, doch wenn ich für den gleichen preis ein besseres zimmer bekomme dann gehe ich natürlich da hin. also ab zu dem hotel wo der manager gestern so hilfsbereit war.
zimmer angeschaut und ausgesucht und eingezogen. so ist das als traveler. in deutschland habe ich mir noch nie ein hotelzimmer vorher angeschaut bevor ich da eingezogen bin, werde ich aber demnächst auch machen.

wieder einmal bewahrheitete sich der spruch, "man sieht sich immer zwei mal im leben". wie ich so an der water front vorbei schlender sehe ich auf einmal ein gesicht was mir bekannt vor kommt. geschaut, noch mal geschaut und siehe da, es ist annette aus kuching mit der ich zusammen den bako nationalpark gemacht habe.
beim gespräch stellte sich später herraus das wir uns im mulu nationalpark immer kurz verpasst haben. das wir uns jetzt in kota kinabalu treffen habe ich nicht gedacht. doch so ist das wenn traveler unterwegs sind und alle die gleichen ziele haben, dann sieht man sich immer wieder.

auch annette hatte keinen platz mehr gefunden in einer berghütte denn genau wie alle anderen die nach kota kinabalu kommen wollte auch sie den berg besteigen. also beschlossen wir uns für den nächsten tag ein auto zu mieten und wenigatens in den kinabalu park zu fahren der zu füssen des berges ist.

ausser ein bischen stadtbummel wo ich mir ne neue hose gekauft habe und essen auf dem nachtmarkt war dann nichts mehr an gesagt.
fotos von kk habe ich eigendlich nicht so viele gemacht denn ehrlich gesagt gibt es hier auch nichts was es wert wäre zu fotografieren. die stadt hat einfach nichts.
gut geschlafen in meinem sauberen tollen hotel, auch wenn noch immer krank ( das muss ich ja nicht immer wieder sagen, oder!?) ging es zur auto abholung.
irgendwie weigern sich alle hier zu fahren denn auch annette wollte nicht fahren. genau wie die schwedinen von langkawi, die hatten auch keine lust. deswegen musste mister ich fahre auf der falschen seite falsch fahrer höchst persönlich ans steuer. eigendlich bin ich bis vor meiner ankunft in kk immer davon ausge gangen das da ne stadt ist die sich kota kinabalu schimpft und direkt neben an ist der berg. tja leider nicht ganz so denn der berg ist noch gut 130 km entfernt, was bei borneo strassen locker über 2 stunden autofahrt ausmacht ( wenn man den weg kennt ).
lanschaftlich eine schöne autofahrt. irgendwie hat man aber in sabah einen weiteren blick als in sarawak. es ist alles offener hier, vielleicht liegt das daran das mehr abgeholzt ist und mit plantagen aufgeforstet wurde. sieht aber immer noch sehr gut aus.
weil wir durch das blöde mieten des autos etwas später los gekommen sind wie geplant, zogen schon die ersten wolken am berg auf, so das uns eine schöne sicht zum gipfel versperrt wurde. klasse, erst kann ich nicht hoch und jetzt zeigt er sich auch noch niemals.
nach über 3 stunden fahrt waren wir dann endlich am park. pünktlich zum ersten blitz und donner.
schnell eine map vom park und einen weg raus gesucht der nicht so ganz meinen vorstellungen entsprach aber von annette bevorzugt wurde. also ist man auch mit fieber ganz gentleman und dackelt den weg mit ab.
bis zu begin des trails, latschten wir über eine wunderbar ausgebaute strasse auf der uns regelmässig autos begegneten. warum bin ich nicht mit dem auto direkt zum trail gefahren fragte ich mich die ganze zeit wie es immer steiler berg auf ging. es war super kalt und feucht. auch ohne das gewitter welches näher rückte denn in 1558 metern höhe in dem sich das park headquaters befindet hängen die wolken richtig tief und so geht man halt mal durch nebel ne ganze zeit.

nach dem wir den eingang von der strasse verlassen hatten und auf einigermassen unbefestigten wegen den trail beschritten, fing es richtig schön an zu regnen. wie sollte es auch anders sein. logisch das ich keine regenjacke dabei hatte, klar die braucht man auch nicht im regenwald.
wenn es in einem dichten wald anfängt zu regnen, dauert es ne weile bis es unten ankommt. erst sammelt sich das wasser auf den oberen blättern doch wenn die überlaufen kommt es irgendwann in geballten ladungen unten an. danke lieber mount kinabalu, erst darf ich nicht hoch, dann ist die gipfelsicht versperrt und wenn ich wenigstens zu deinen füssen in den dschungel gehe, dann machst du mich auch noch so dermassen nass von oben das ich es jetzt bald als persönliche beleidigung empfinde was du hier abziehst. ich muss eingestehen, ich bin gerade mal 1800 meter hoch auf den mount kinabalu gekommen, danach bin ich fluchtartig völlig durchnässt wieder runter gegangen. warte ab, dich besteige ich schon noch und wenn du dich weiter so zickst dann schnitze ich eigenhändig mit meinem schweizer messer neue treppen in den fels - bis zum gipfel damit dich noch mehr toris besteigen können. ich werde es auf dieser reise aber nicht mehr machen. auch wenn ich noch locker ein paar tage warten könnte bis ein platz im hochlager frei wird, so lange werde ich nicht warten, denn morgen fliege ich zurück nach kuala lumpur.

auf der rückfahrt wollten wir uns eigendlich im auto ein wenig aufwären doch was es in deutschland nie geben wird, gibt es in asien. das auto hatte keine heizung. nur ac und die mussten wir sogar immer mal wieder anmachen denn sonst konnte ich durch die beschlagenen scheiben, durch die körper nässe die wir mit in das car gebracht haben, nichts mehr sehen.
frierend und frustriert fuhren wir wieder zurück. zum abschied zeigte sich der mount kinabalu dafür auch wolkenfrei. nee jetzt will ich auch nicht mehr ( habe aber doch) noch schöne fotos gemacht. ein richtig beindruckender klotz steht da in der landschaft der an vielen hängen wasserfälle hat die locker bis zu 300 - 400 meter tief stürzen. echt nicht schlecht. es fehlten nur noch ein paar kleine sonnenstrahlen und ein regenbogen und der berg hätte sein ganzes programm abgespult.
na , ich werde bestimmt eh noch mal nach borneo kommen und dann bezwinge ich auch den berg. die erste runde geht an mk (mount kinabalu). kein wunder war ja schon angeschalgen zu ihm gereist.

zurück im hotel dann das übliche ac aus, raus aus den nassen sachen, runter unter die heisse dusche und ab ins bett. gute nacht.

weil es ja wie gesagt morgen nach kuala lumpur geht und dieses als kurzer zwischen stopp auf den weg nach tioman eingeplant ist, würde ich mal sagen das ich mich aus mersing (von da geht es mit den schiff nach tioman) oder tioman wieder melde. in kl gibt es eh nichts mehr grossartiges zu berichten denn bis auf ein paar besorgungen, internet und kampftrinken mit meinem englischen freund (*g*) werde ich nichts gross artig veranstallten. sollte aber doch was wichtiges passieren wird es logischerweise nachgetragen.

fazit zu borneo: eigendlich dürfte laut reiseführer in borneo kein einziger baum mehr stehen und wieder einmal muss ich wiedersprechen. sarawak ist wie ich es gesehen habe ( beides aus der luft mehrmals und zu lande ) viel viel grüner und uhrsprünglicher wie sabah. beides ist aber absolut faszinierend und fantastisch zugleich.
einen vergleich zu westmalaysia kann man überhaupt nicht ziehen denn km weite palmen plantagen wie in westmalaysia habe ich in borneo nirgens gesehen.
leider fand ich das gerade in den nationalparks ( bis auf bako ) viel zu viele toris sind, was die parks aber nicht schlecht macht denn schöne orte wollen halt viele leute sehen.
die städte, bis auf kuching, sind nicht so der brüller. halt alles kleine provinz orte die meistens eh nur als durchgangstation benutzt werden. ohne grosse sehenswürdigkeiten.
wenn ihr mal das beste was die natur zu bieten hat erleben wollt dann fahrt nach borneo. tiere und pflanzen die es nur auf borneo gibt, eine einzig artige dschungel und höhlen landschaft, das es bis vor einigen jahren die kopfjagt noch gab und bis zum heutigen zeitpunkt es immer noch gebiete gibt wo noch kein mensch hin vorgedrungen ist.
mir gefällt borneo und wenn ich nicht so angeschlagen gewesen wäre hätte ich es noch mehr in mich aufgesogen wie ich es eh schon gemacht habe.
p.s. ich komme wieder!